Urwaldschutz macht Schule

WALDRACH, 14. 12. 2007 – Erfolgsmeldung für den Urwaldschutz: Sechs Schulen in der Verbandsgemeinde Ruwer stellen ihren Papierverbrauch auf Recyclingware um. Dem ist ein neunmonatiger Kontakt mit Greenpeace vorausgegangen. Nach Angaben der zuständigen Behörde in Waldrach wird der Wechsel ab dem 1.1.2008 erfolgen. Betroffen seien, wie die Behörde mitteilte, die Grundschulen Farschweiler, Gusterath / Pluwig, Mertesdorf / Kasel, Osburg, Schöndorf und die Grund- und Regionalschule in Waldrach. Für das Papier an deren Kopierern wird dann kein einziger Baum mehr gefällt. Für Greenpeace ist das ein wichtiges Signal für andere Schulen, Behörden und Unternehmen. Die Schulen sind nicht allein: Auch die Trierer Grundschule St. Matthias wird nach Angaben der dortigen Schulleiterin schon lange mit Recyclingpapier beliefert.

„Ein absolut lobenswerter und hervorragender Schritt in die richtige Richtung!“, freut sich Jennifer Schell, Waldexpertin der Greenpeace-Gruppe Trier. „Recyclingpapier schützt Urwälder und spart Wasser und Strom. Das entlastet nicht nur den Wald, sondern spielt auch beim Klimaschutz eine Rolle“, erklärt die Aktivistin. „Vor allem Schulen müssen ihrer Vorbildrolle gerecht werden. In Waldrach ist somit ein guter Anfang gemacht!“

Die anderen Schulen sollten den Fortschritt aus dem Ruwertal unbedingt nachahmen. „Greenpeace ist bereits seit Jahren mit dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium im Gespräch. Das kauft zentral das Papier für viele Gymnasien ein und könnte daher den Wechsel auf Recyclingpapier leicht umsetzen“, sagt Schell. „Die Änderung in Waldrach und der Grundschule St. Matthias beweisen einmal mehr, dass die Umstellung problemlos machbar ist!“, so die Umweltschützerin. „Heutzutage noch Frischfaserpapier einzusetzen ist rückständig!“

Deutschland ist mittlerweile mit 252 kg pro Kopf und Jahr viertgrößter Papierverbraucher weltweit. Gut die Hälfte des Holzverbrauches dienen der Papierherstellung. Dafür werden jährlich rund 160.000 km² Wald vernichtet, das ist eine Fläche dreimal so groß wie die Schweiz. Diesen Schaden würde ein vermehrter Einsatz von Recyclingpapier sowie diversen Papersparmaßnahmen mindern.