Urwaldschutz macht Schule

Sieben Grundschulen werden ab dem 28. Januar ausschließlich mit Recycling-Kopierpapier beliefert

TRIER, 20. Januar 2008 – Erfolgsmeldung für den Urwaldschutz: Sieben Grundschulen in Trier werden ab Beginn des nächsten Schulhalbjahres mit Recyclingpapier beliefert. Der Wechsel betrifft die Grundschulen Ausonius, Pallien, Heiligkreuz, Euren, Ruwer, Reichertsberg und Tarforst. Das teilte Christina Steinmetz, Leiterin der St. Matthias-Grundschule, mit. Steinmetz bestellt das Papier für die Schulen zentral und hat ihre eigene Schule vor längerer Zeit umgestellt. Die Greenpeace – Gruppe Trier arbeitet seit langem an der Umstellung von Schulen. Im Dezember konnten die Umweltschützer bereits einen Erfolg verbuchen: Sechs Grundschulen im Ruwertal wurden zum Jahreswechsel umgestellt.

„Ein absolut lobenswerter und hervorragender Schritt in die richtige Richtung!“, freut sich Jennifer Schell, Waldexpertin der Greenpeace-Gruppe Trier. „Recyclingpapier schützt Urwälder und spart Wasser und Strom. Das entlastet nicht nur den Wald, sondern auch das Klima“, erklärt die Aktivistin. „Vor allem Schulen müssen ihrer Vorbildrolle gerecht werden. Bei den insgesamt 13 Grundschulen ist somit ein guter Anfang gemacht!“ Greenpeace fordert jetzt die anderen Schule auf, dem positiven Beispiel zu folgen. „Es ist wirklich leicht, den Wechsel auf Recyclingpapier zu vollziehen“, sagt Schell. „Man braucht lediglich die Möglichkeit zur zentralen Bestellung in der St. Matthias-Grundschule zu nutzen“, so die Umweltschützerin. „Heutzutage noch Frischfaserpapier einzusetzen ist rückständig!“ Deutschland ist mittlerweile mit 252 Kilogramm pro Kopf und Jahr viertgrößter Papierverbraucher weltweit. Gut die Hälfte des Holzverbrauches dient der Papierherstellung. Dafür werden jährlich rund 160.000 Quadratkilometer Wald vernichtet, das ist eine Fläche dreimal so groß wie die Schweiz. Diesen Schaden würde ein vermehrter Einsatz von Recyclingpapier sowie diverse Papiersparmaßnahmen drastisch senken.