Schluss mit der Überfischung

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Am Freitag Nachmittag, dem 07.11. fanden sich am Nachmittag ehrenamtliche Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Trier in verschiedenen Supermärkten der Trierer Innenstadt ein, um Kunden und Passanten über das Problem der Überfischung zu informieren und ihnen Tipps zu geben, welche Fischarten bedroht und welche empfehlenswert sind. Symbolisch als Fische verkleidet verteilten die Aktivisten neben einigen Infos auch den „Fisch-Ratgeber“, einen Verbraucherführer von Greenpeace, der im Einzelnen bedrohte oder nicht nachhaltig gefangene Fischarten auflistet und somit als Anhaltspunkt dienen soll, bei welchem Fischprodukt man im Kühlregal die richtige Wahl trifft.

„Allein in den EU-Gewässern sind rund 80 % der Fischbestände völlig überfischt,“ erklärt Juliane Lessing, Meeres-Campaignerin der Greenpeace-Gruppe Trier, und stützt sich dabei auf den aktuellen Bericht der EU-Fischereikommission. „Durch Überfischung, Beifang und illegale Fischerei stehen viele Fischarten kurz vor dem Aus, z.B. Thunfisch, Schwerfisch oder Kabeljau. Zudem setzen nicht-nachhaltige Fangmethoden wie Grundschleppnetzfischerei dem Meeresboden und dem gesamten Ökosystem Meer gehörig zu,“ erläutert sie weiter. In der Aktion vor den Supermärkten ging es nicht darum, Verbraucher oder Geschäftsführer anzuprangern, sondern vielmehr auf ein ökologisch verträgliches Fischmanagement und einen durchdachten, nachhaltigen Konsum von Fischprodukten hinzuweisen. „Wenn wir die Fischbestände weiterhin nutzen möchten, müssen wir endlich weg von einer kurzsichtigen Fischereipolitik und zerstörerischen Fangmethoden. Um das zu erreichen, fordern wir zum einen von Fischindustrie und Lebensmittelhandel den Verzicht auf bedrohte Arten im Sortiment und eine vollständige Kennzeichnung der Produkte. Und zum anderen wünschen wir uns vom Verbraucher einen bewussten Umgang mit dem, was da auf seinem Teller liegt – denn letztendlich entscheidet der Konsument auch über das Angebot,“ so die Greenpeace-Aktivistin.