Save the Arctic, Teil 4

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Greenpeace-Aktivistinnen protestieren gegen Start der Shell-Ölbohrung

Auch Greenpeace Trier fordert den Stopp der Bohrungen in der Arktis.

Trier, 14.9.2012. Greenpeace-Aktivist_innen protestieren heute in Trier gegen den Start der Ölbohrungen von  Shell am Sonntag, dem 9.9.2012 in der Arktis. 3 Umweltschützer_innen verteilen vor der Tankstelle am St.-Barbara-Ufer Informationsmaterial und bekleben die Zapfsäulen mit „Kein Öl aus der Arktis“-Aufklebern. Die Aktion in Trier ist Teil eines bundesweiten Protestes gegen den Ölkonzern. Auch online können Menschen weltweit gegen Shell protestieren und an einer Twitter-Demo teilnehmen.

Mehr dazu auf www.savethearctic.org.

Das Ökosystem der Arktis ist einzigartig und reagiert sehr empfindlich auf Ölunfälle. Experten warnen, dass es bisher keine Methode gibt, einen großen Ölunfall in den arktischen Regionen zu beherrschen. Niedrige Temperaturen, Eis und lange Dunkelperioden verlangsamen dort den natürlichen Abbauprozess des Öls deutlich, das Öl verbleibt damit lange Zeit im Ökosystem.

Ölbohrungen vorübergehend eingestellt

Wie schwierig die Wetter- und Umweltbedingungen in der Arktis sind, zeigt die aktuelle Situation vor Ort. Bereits einem Tag, nachdem Shell mit den Ölbohrungen begonnen, hat musste der Ölmulti die Bohrungen einstellen, weil ein Eisberg auf die Bohrstelle zutreibt. Noch ist unklar, wann Shell die gefährlichen Bohrungen wieder aufnehmen kann.

Shell schafft Präzedenzfall 

Shell ist einer der ersten großen internationalen Ölkonzerne, die die Ausbeutung der Arktis in seinen Fokus stellt. Insgesamt werden etwa 90 Milliarden Barrel Öl (1 Barrel=159 Liter Öl) in der gesamten Arktis vermutet. Diese Menge reicht aus, um den derzeitigen weltweiten Ölverbrauch für etwa 3 Jahre zu decken. Allein vor der Küste Alaskas vermuten Experten ca. 20 Milliarden Barrel Öl.