Pseudo-Ökostrom

Stadtwerke Trier und ihr Doppelspiel, Greenpeace informiert am Pranger

TRIER, 14. März 2007 - Zur Überraschung vieler Kunden ist das Wasserkraftangebot der Stadtwerke Trier (SWT) gar kein wirklicher Ökostrom. Stattdessen werden für den Neubau klimaschädlicher Kohlekraftwerke zweistellige Millionenbeträge investiert. Dagegen protestiert Greenpeace am heutigen Mittwoch. Ehrenamtliche Aktivisten stellen buchstäblich den Klimawandel an den Pranger. "Dat klingt nit sauwer!" ist das Motto der Aktion, welches auf dem Banner zu lesen ist.

"Es ist unglaublich, dass Kunden derartig hinters Licht geführt werden!", entrüstet sich Alexander Schmidt, Greenpeace-Infostandleiter. "Echte Ökostromangebote kennzeichnen sich dadurch, dass das Geld in den Ausbau erneuerbarer Energien gesteckt wird. Das ist bei den SWT nicht der Fall. Stattdessen investieren sie in klimazerstörende Kohlekraftwerke."

Allein schon der Name der Stadtwerke Trier ist trügerisch, gehören diese doch zu großen Teilen der RWE. "Mit städtischen Unternehmen haben die SWT immer mehr nur in Bezug auf den Namen etwas zu tun", so Schmidt weiter. "Wer aber deren Firmenstruktur kennt, merkt direkt, dass der Name mehr und mehr zur Fassade wird!"

Greenpeace fordert von den Stadtwerken, in ein Angebot wirklich erneuerbarer Energien in Trier zu investieren. Denn neben der Umweltverträglichkeit beinhaltet der Begriff "Nachhaltigkeit" auch, dass Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden.