Protest an den Stadtwerken

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Greenpeace protestiert gegen klimafeindliche Investition in Steinkohlekraftwerk Trier, 13.Februar´07- Vor den Stadtwerken in den Ostallee protestierten eine Gruppe von etwa 20 Umweltaktivisten zur Aufsichtsratssitzung. Unter anderem Mitglieder der Gruppe Stop-Bure, wie auch Greenpeaceaktivisten kritisieren die Investition in neuen Kohlekraftwerke.

Spätestens seit der Veröffentlichung des vierten Klimaberichts des Intergovernmental Panel onClimate Change (IPCC) Anfang Februar steht fest, dass der Klimawandel hauptsächlich durch denMenschen verursacht ist. Laut Bericht wird die globale Oberflächentemperatur wegen erhöhterKohlendioxid-Werte, die durch das Abbrennen fossiler Energieträger wie Kohle und Ölentstehen, bis 2050 um ca. 2 - 4,5 Grad ansteigen. Dennoch beabsichtigen die StadtwerkeTrier 10 bis 15 Millionen Euro in die Errichtung und Nutzung von zwei klimaschädlichenSteinkohlekraftwerken zu investieren anstatt in erneuerbare Energien wie Wasser- und Windkraftoder Solarenergie. Angesichts des nicht mehr bestreitbaren Klimawandels ist eine solcheUnternehmenspolitik aus Sicht der Greenpeace-Gruppe Trier nicht akzeptabel. Deshalb protestierten Aktivisten der Gruppe amDienstag während einer Sitzung des Aufsichtsrats der Stadtwerke. Ein "sinkender Holländer" in einem Wasserrohr symbolisiert die befürchteten Auswirkungen des Klimawandels. Wegen des in Folge der Erderwärmung ansteigenden Meeresspiegels könnten große Gebiete Hollands bereits Ende des Jahrhunderts überflutet sein."Wir finden es katastrophal, dass die Entscheidung zur Investition in Steinkohle getroffen wurde, ohne sich über alle Formender Förderung erneuerbarer Energien, vor allem in der Region selbst, umfassend zu informieren", so Sebastian Weismüller, Aktivist der Greenpeace-Gruppe Trier. Nach Auskunft von Mitarbeitern der Stadtwerke sind bisher weder die Möglichkeiten einer Förderung der Windkraftin der Region noch die Chancen neuerer Technologien zur Nutzung der Sonnenenergie intensiv geprüft worden. Auch das neue "Ökostrom"-Angebot der Stadtwerke ist für Greenpeace Trier trügerisch.    "Leider  erfolgt durch die Nutzung eines bereitsbestehenden Wasserkraftwerks in Österreich kein Ausbau erneuerbarer Energien", erklärt Weismüller. "Der Strom-Mix bleibt im Ganzen derGleiche, weil das Geld nicht in regenerative Energien re-investiert wird“. Andere Ökostromanbieter hingegen nutzen den geringen finanziellen Mehraufwand ihrer Kunden zur Schaffung neuer regenerativer Anlagen.

Wir fordern:Keine Investition in klimaschädliche Kohlekraftwerke! Erarbeitung eines Konzepts zur regionalen Stromgewinnung mit Effizienz und erneuerbaren Energien.

Die Greenpeace Gruppe Trier wird auch in den kommenden Tagen aktiv: Am 14.2. sowie am 21.2. können sich Verbraucher am Greenpeace-Infostand am Trierer Kornmarkt zwischen 14 und 17 Uhr zumSteinkohleprojekt und sogenannetn Ökostromangebot der Stadtwerke informieren.