"Lernen? Für welche Zukunft?"

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Greta Thunberg war die Erste. Wochenlang ging die 15-jährige Schwedin nicht zur Schule, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Und auch jetzt noch schwänzt sie jeden Freitag die Schule, weil sie durch das Nichthandeln der Politiker ihre Zukunft in Gefahr sieht. Beim Klimagipfel im polnischen Kattowitz hielt sie vor den versammelten Politikern der Welt eine flammende Rede für das Recht ihrer Generation darauf, dass sich die heutigen Erwachsenen viel mehr Mühe dabei geben, den drohenden Klimawandel aufzuhalten.

Da war sie schon nicht mehr alleine: Weltweit waren Schüler dem Beispiel gefolgt und am Freitag, den 14. Dezember, in einen Streik für mehr Klimaschutz getreten. Auch in Deutschland kam es in 14 Städten zu lautstarken Schülerprotesten, obwohl das Fernbleiben vom Unterricht aus Gründen der politischen Meinungsäußerung eigentlich verboten ist. In Berlin hüpften 300 Jugendliche vor dem Bundestag zu ihren Rufen "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klauf"; in Kiel protestierten 500 Schüler und Schülerinnen vor dem Landtag von Schleswig-Holstein. Die nächsten beiden Freitage wollen wieder Schüler „ihre Arbeit“ niederlegen: Am 18. Januar regional in ganz Deutschland (auch in Trier!) ; am 25. Januar, wenn die Kohlekommission weiter über das Wann und Wie eines Kohleausstiegs verhandelt, wollen die streikenden Schüler sogar nach Berlin reisen.

Warum für gute Noten und eine gute Zukunft lernen, wenn die Erwachsenen mit ihrer Klimapolitik die Zukunft der jungen Menschen ohnehin versauen?
Warten, bis man selber alt genug ist, um aktiv einschreiten zu dürfen? Dafür reicht die Zeit nicht!

Mit diesen und weiteren Aussagen wollen die Schüler auf der Straße Druck für entschiedenes Handeln in der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft schaffen.

Greenpeace e.V. ist nicht Mitveranstalter der Schüler-Demos. Bei einer Teilnahme sind einige Dinge zu beachten, u.a. dass die Demonstration bei der zuständigen Versammlungsbehörde angemeldet wird. Rechtliche Hinweise finden sich hier: https://blog.greenpeace.de/artikel/schuelerproteste-das-muesst-ihr-beachten

Aktuelle Informationen und Termine: https://fridaysforfuture.de/