Kein Rückfall ins Atomzeitalt

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Trier, 13.09.2008 – Anlässlich des Landesparteitages der CDU in Trier warnt die Greenpeace-Gruppe Trier vor einer Laufzeitverlängerung der 17 deutschen Atomkraftwerke, die die rheinland-pfälzischen Christdemokraten fordern. Um die Gefahren der Kernenergie bewusst zu machen, stehen Aktivisten in Strahlenschutzanzügen vor der Kongresshalle und verteilen Super-GAU-Ratgeber an Parteitagsteilnehmer.

Die Zahl der auftretenden Störfalle in Kernkraftwerken nimmt zu. Trotzdem will die CDU unter Angela Merkel den bereits beschlossenen Ausstieg aus dieser gefährlichen Technologie doch noch verhindern. Greenpeacesprecher Rouven Hehlert warnt davor und weist auf die wahren Gründe für die CDU-Forderung hin: „Die Behauptung die Strompreise für den Verbraucher senken zu wollen, ist ein Vorwand. Der Einfluss der Atomlobby ist die Ursache dieser Forderung.“ Denn weil die enorm hohen Folgekosten zum großen Teil durch die Bürger getragen werden, ist der Gewinn für die Atomindustrie riesig. Die subventionierten Kernkraftwerke, welche heute abbezahlt sind, laufen nur noch zu Personal- und Wartungskosten.

Das Endlagerungsproblem erzeugt ebenfalls Diskussionsbedarf. „Die jüngsten Vorfälle von Asse sind nur ein Bespiel des verantwortungslosen Umgangs mit radioaktivem Abfall. Wie können wir zukünftige Generationen mit solchen gigantischen Problemen belasten?“ mahnt der 24-jährige Politikwissenschafts-Student.

Wie aber die Energie-Frage gelöst werden könne, inklusive Klimaschutz und Atomausstieg, zeige eine Greenpeace/Eutech-Studie aus dem Jahr 2007, genannt Plan B. Allen Bundestagsfraktionen wurde dieses Konzept im letzten Jahr vorgestellt. Zur Umsetzung fehle nur der Wille der Regierungsebene, so Hehlert.