Fünf Jahre Fukushima

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Gemeinsam mit Greenpeace-Gruppen in 40 weiteren Städten informierte die Gruppe letzten Samstag, den 5.3.2016, über die dramatischen Folgen dieser Dreifach-Katastrophe aus Erdbeben, Tsunami und Super-GAU und lud zum Versenden von Protestkarten an den japanischen Botschafter ein.

Zu den wichtigen Informationen gehören, dass die Zahl der Krebserkrankungen in der Präfektur Fukushima stark gestiegen ist: Bei 110 von 300.000 untersuchten Kindern und Jugendlichen wurde Schilddrüsenkrebs diagnostiziert. Im Landesdurchschnitt erkrankten dagegen lediglich drei von einer Millionen Kindern.

Zugleich klärten die Mitglieder der Trierer Greenpeace-Gruppe darüber auf, dass der japanische Premierminister Shinzo Abe plant, die evakuierten Bewohner bald wieder in die hoch kontaminierte Region zurückzuschicken. Werden die Entschädigungszahlungen eingestellt, werden die Menschen praktisch dazu gezwungen sein, ihre Häuser nahe der strahlenden Atomruine wieder zu beziehen, da vielen schlicht die finanziellen Mittel fehlen, um sich woanders ein neues Leben aufzubauen.

Besonders kritisiert Greenpeace auch, dass, nachdem Japan zwei Jahre ohne Atomstrom auskam, auch Takahama-4 neben drei weiteren Reaktoren wieder angefahren wurde. Dieser Reaktor birgt enorme Risiken, da er nicht erdbebensicher ist und sich in der Nähe eines großen Sees befindet, der 21 Millionen Menschen mit Trinkwasser versorgt.

Mit Protestkarten konnten die Trierer Passanten den japanischen Botschafter Takeshi Yagi auffordern, sich gegen diese unethische Politik und für eine Energiewende in Japan einzusetzen.

Auch unter dem folgenden Link können Protestmails mit dem gleichen Ziel versendet werden: https://www.greenpeace.de/energiewende-japan