Cattenom droht akuter Störfall

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In 55 Prozent aller französischen Atomreaktoren droht ein massiver Störfall verursacht durch fehlerhafte Bauteile aus der Stahlschmiede Creusot Forge. Betroffen sind auch Meiler an den Standorten Fessenheim und Cattenom unweit der deutschen Grenze.

Ein aktuelles Guthaben des Londoner Ingenieurbüros John Large im Auftrag von Greenpeace kommt zu dem Ergebnis, dass insgesamt 107 Bauteile an 14 französischen AKW-Standorten gravierende Probleme mit mangelhaftem Stahl aufweisen. „Die französische Atomaufsicht muss sofort handeln und die betroffenen Meiler vom Netz nehmen“, sagt Greenpeace-Atomexpertin Susanne Neubronner. „Frankreichs AKW sind eine akute Gefahr für Millionen Europäer.“

Large hat eine umfassende Dokumentation der französischen Atomaufsicht ASN ausgewertet. Sie beschreibt gravierende Mängel an relevanten Bauteilen.

"Wenn die einzelnen KKW bis zu ihrem festgelegten Inspektionstermin usw. in Betrieb bleiben, dann muss die Öffentlichkeit ein in unbekanntem Maße erhöhtes Risiko von Störfällen durch den Ausfall der installierten Risikokomponenten hinnehmen." - so ein abschließendes Zitat aus der Zusammenfassung des Reports, die man sich im Folgenden als pdf-Datei herunterladen kann.

Für uns Trierer liest sich das besonders erschreckend! Befindet sich doch Cattenom stellenweise in Sichtweite unserer Region (siehe Bild).

Auch weiterhin fordern wir daher die schnellstmögliche Abschaltung des AKW Cattenom!

Weiterführende Links

Aktuelles Guthaben des Londoner Ingenieurbüros John Large im Auftrag von Greenpeace
Presseerklärung von Greenpeace Deutschland