Sechster Fukushima-Jahrestag

Media

Dabei verwendeten wir eine Schablone mit dem Abbild des Gefahrensymbols für ionisierende Strahlung und leuchteten sie von hinten aus, während wir alles für mehrere Sekunden mit einer Kamera auf Langzeitbelichtung aufnahmen. Indem wir uns während der Belichtungsphase mit der Schablone aus dem Bild entfernt haben, sind wir nicht mehr wahrzunehmen; nur der Licht-“Stempel“ verbleibt auf dem Foto.

Die Bilder wurden mit keiner Software o.ä. bearbeitet.

Mit dieser Fotokunst-Aktion wollen wir deutlich machen: Radioaktive Strahlung, die durch einen Unfall in Atomanlagen austreten kann, wäre auch in Trier allgegenwärtig, sie durchdringt alles und sie kennt keine Grenzen.
Gleichsam sieht man sie nicht mit bloßem Auge, sie zeigt sich nicht.
Erst nach längerer Betrachtung kann man sie anhand ihrer schlimmen Folgen für den menschlichen Körper erkennen – genau so, wie sich bei unserer Aktion das über Allem schwebende Symbol nur durch eine Langzeitbelichtung deutlich zu erkennen gab.

Es ist wohl Teil des unreifen Umgangs der Menschheit mit der Radioaktivität, dass die Strahlung dadurch, dass sie nicht unmittelbar wahrgenommen werden kann, so verharmlost wird.

So sollen die Bewohner aus der Fukushima-Evakuierungszone bald wieder zurückkehren – auf Anordnung der japanischen Regierung, obwohl der örtliche Anteil radioaktiver Strahlung dies ohne gesundheitliche Bedenken nicht zulässt.

Greenpeace fordert Japans Regierung auf, aus der Atomkraft auszusteigen und sich vom Einfluss der Atomlobby zu befreien. Die Katastrophe in Fukushima hat erneut klar gemacht, dass nukleare Energie nicht zu kontrollieren ist. Durch den Wiedereinstieg und das vorzeitige Zurückschicken der Bewohner in die Evakuierungszone gefährdet Japans Regierung unzählige Menschenleben und weite Teile der Umwelt. Auch Japan braucht eine Energiewende!

Und auch wir hier in Trier fordern zusätzlich weiterhin die sofortige Abschaltung des französischen und extrem störanfälligen AKW Cattenom, damit Radioaktivität nur durch solche Kunst-Aktionen und nicht in Wirklichkeit in ganz Trier gegenwärtig sein kann.

Weiterführende Links

Artikel von Greenpeace-Deutschland zu Fukushima und die Situation in der Bevölkerung
Artikel von Greenpeace-Deutschland zum Zurückschicken der Bevölkerung in die Evakuierungszone