Petition für das Weddellmeer

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Vergangenen Dienstag warben die Mitglieder der trierer Greenpeace-Jugend-Aktionsgruppe (JAG) in der Innenstadt für eine Petition an die internationale Antarktis-Kommission CCAMLR (Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis), um im Weddellmeer, das einen Teil des antarktischen Ozeans bildet, das größte Schutzgebiet der Welt entstehen zu lassen. Dieser wertvolle Lebensraum, der durch die Erderhitzung zunehmend von Schelf- und Packeis befreit wird, soll damit vor industrieller Großfischerei, insbesondere vor der Krillfischerei, beschützt werden, die sich neue Jagdgebiete erhofft.

Mit ausgeteilten Infomaterialien informierten die JAGs über die Notwendigkeit des geplanten Schutzgebietes und verteilten auch Sticker, mit denen jeder sein JA dazu zeigen kann. Zusätzlich stellten sie mit einem Wegweiser-Schild dar, wie weit das südpolare Weddellmeer von Trier entfernt liegt, dadurch aber keineswegs bedeutungslos für die Trierer sein sollte.

Viele Passanten unterzeichneten die Petition gerne und zeigten Lob und Respekt für den Einsatz der Jugendlichen, sich für die Vielfalt unseres Planeten einzusetzen.

 

Allen Unterzeichnern vielen Dank!

Über die Etablierung des Schutzgebietes soll im kommenden Oktober entschieden werden.

Auch Sie können Ihren Beitrag zum Schutz der Antarktis und seiner wertvollen Ökosysteme beisteuern! Die Petition lässt sich auch online ausfüllen. Folgen Sie dazu einfach dem weiter unten angegebenen Link!

Das verteilte Infomaterial mit mehr Informationen auch zur Artenvielfalt im antarktischen Ozean ist ebenfalls online als pdf-Dokument abrufbar (siehe Link).

Greenpeace-Expedition auf der Suche nach unbekannten Arten
Derzeit ist das Greenpeace-Schiff „Arctic Sunrise“ auf Expeditionstour entlang der antarktischen Halbinsel. Das Weddellmeer gilt als eine besonders artenreiche und bisher kaum erforschte Region. Mit an Bord: die deutsche Greenpeace-Meeresexpertin Dr. Sandra Schöttner. Mit einem Blog hält sie Interessierte auf dem Laufenden über das, was sie alles an Bord bereits erlebt hat und noch erleben wird (siehe Link).
Unter der Leitung der Antarktis-Forscherin Dr. Susanne J. Lockhart wird mit bemannten Unterwasserbooten in hunderten Metern Wassertiefe der Meeresboden untersucht. Die Forscher hoffen, unbekannte Arten und besonders schützenswerte Strukturen wie Tiefseeschwämme oder -korallen zu entdecken. Die Daten sollen helfen, den Weddellmeer-Schutzgebietsvorschlag zu stützen. Bisher haben bereits über eine halbe Million Menschen weltweit die internationale Greenpeace-Petition an die Antarktis-Kommission CCAMLR unterzeichnet mit der Forderung, das Schutzgebiet zu beschließen.

Weiterführende Links

Mach mit: Petition für ein Schutzgebiet im Weddellmeer an die CCAMLR
Publikation als pdf.: "Antarktis: Schutz fürs südliche Polarmeer"
Der Blog von Sandra-Schöttner zur Antarktis-Expedition der "Arctic-Sunrise"