3 Wetter Taft - #plastikdrin

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Gemeinsam mit 60 weiteren Greenpeace-Ortsgruppen in deutschen Städten informierten wir vergangenen Samstag in der Innnenstadt von Trier nahe einer namhaften Drogeriefiliale über die umwelt- und gesundheitsgefährdenden Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten von Henkel.

Henkel trickst beim Mikroplastik-Ausstieg

Zwar beteiligt sich der Konzern Henkel am freiwilligen industriellen Ausstieg aus Mikroplastik in Kosmetik. Allerdings hat der Verzichtsplan Schlupflöcher - groß genug, um alle Kunststoffe durchzulassen, bei denen es sich nicht ausdrücklich nur um feste Plastikpartikel handelt - und das sind viele.
So finden sich in sämtlichen "3 Wetter Taft" Haarsprays, Schaumfestigern und Stylinggels, wie beispielsweise aus der Serie "Classic" oder "Power Express", noch zahlreiche flüssige, gel- und wachsartige Kunststoffe, inklusive Silikone.

Unter diesem Sachverhalt baten wir die Passanten, auf einem großen Plakat drei Fragen zu beantworten:

Frage 1:
Erkennen Sie anhand der Verpackung, ob Plastik (feste, flüssige und andere Kunststoffe) in einem Produkt steckt?
13 Befragte beantworteten diese Frage mit Ja, 153 mit Nein.

Frage 2:
Sollte der Konzern Henkel zukünftig generell auf Plastik (feste, flüssige und andere Kunststoffe) in seinen Kosmetik- und Pflegeprodukten verzichten?
163 Befragte beantworteten die Frage mit Ja, 3 mit Nein.

Frage 3:
Würden Sie zukünftig ein vergleichbares plastikfreies Produkt eines anderen Herstellers bevorzugen?
161 Befragte beantworteten die Frage mit Ja, 0 mit Nein.

Allen Teilnehmern vielen Dank für's Mitmachen!

Plastik hat in Kosmetik nichts zu suchen - egal in welcher Form und in welchem Produkt. Wenn nicht zweifelsfrei sicher ist, dass die eingesetzten Kunststoffe unbedenklich sind, dürfen sie nicht verwendet werden! Henkel muss Verantwortung übernehmen und auf synthetische Polymere in seinen Produkten verzichten. Die zertifizierte Naturkosmetik zeigt erfolgreich, dass dies möglich ist. Unsere Umfrage verdeutlicht, dass dies auch dem Wunsch der Verbraucher entspricht.

Greenpeace fordert:
Unternehmen dürfen sich nicht hinter halbgaren Mikroplastik-Definitionen verstecken. Wir brauchen ein umfassendes gesetzliches Verbot von Kunststoffen in Kosmetik.

 

Weiterführende Links

Mehr zum Thema auf der Website von Greenpeace Deutschland
Protestmail an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks für ein Verbot von Plastik in Kosmetikprodukten